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11. Juni 2014

Oracle In-Memory – Performance Faktor 100 bis 1000?

Eine Beschleunigung um den Faktor 100 bis 1.000 bei Oracle-Anwendungen verspricht der Hersteller aus Redwood Shores seinen Kunden. Ab Juli 2014 soll die neue Option verfügbar sein. Was sie kosten wird, ist bisher nicht bekannt. Die Version Oracle Database 12c ist allerdings Vorraussetzung dafür.

Vorreiter der In-Memory-Verarbeitung war SAP: Mit SAP HANA setzten die Walldorfer einen Trend. Oracle zieht nun nach. Bereits im Herbst auf der Hausmesse "Oracle OpenWorld" angekündigt, soll die Option nun ab Juli für alle Anwendungen und Datenbanken verfügbar sein, die mit 12c arbeiten.

Die Performance der In-Memory-Option soll Abfragen und Verarbeitung jeder Art verbessern, ohne den Funktionsumfang zu beschränken. Alle Anwendungen, die bereits auf Oracle Database 12c betrieben werden, könnten diese nutzen. Bisher verfügbare Datenbank-Technologien des Herstellers sollen dazu kompatibel sein und weiter verwendet werden können.

Sowohl Datawarehouse-Anwendungen (DWH) als auch OLTP-Systeme sollen von der neuen Architektur profitieren. Die Dual-Format-In-Memory-Architektur kombiniert übrigens zeilenorientiertes und spaltenorientiertes Datenbankformat. Die Verarbeitung im Hauptspeicher erfolgt – zumindest in Teilen – spaltenorientiert.

Performance-Steigerungen

Der Hersteller gibt an, bei Last- und Performance-Tests eine Beschleunigung um den Faktor 100 bis 1.000 bei unterschiedlichen Anwendungen erreicht zu haben. Dies gelte einschließlich Oracle E-Business Suite, JD Edwards, PeopleSoft, Siebel und Oracle Fusion Applications. Und: In den vergangenen neun Monaten wurde die neue Option bei Endkunden, ISV-Partnern und Oracle Applications Teams umfangreich getestet und geprüft, so der Hersteller.

Unterstützte Funktionen

Oracle Database In-Memory unterstützt alle Funktionen, die heute in Oracle Database 12c enthalten sind. Dazu zählen:

  • Maximum Availability Architecture (MAA), um gegen Datenverlust und Ausfallzeiten geschützt zu sein, sowie Datenbank-Sicherheits-Technologien.
  • Skalierbarkeit, um allen Anforderungen des Scale-Up auf großen SMP-Servern gerecht zu werden, oder Scale-Out über ein Cluster von Servern und Storage-Tiering zu ermöglichen. Datenbanken jeder Größe können auf diese Weise betrieben werden, unabhängig davon, ob es sich um Petabyte-große Data Warehouses, Big Data Processing oder Datenbank-Clouds handelt.
  • Umfassende Programmierfähigkeit: Java, R, Big Data, PHP Python, Node, REST, Ruby usw.
  • Unterstützung aller Datenformate: Relational, Objekte, XML, Text, Spatial und die neue integrierte JSON-Unterstützung.
  • Oracle Engineered Systems, einschließlich Oracle Exadata Database Machine und Oracle SuperCluster, sind optimiert für Oracle Database In-Memory. Dazu gehören hohe Memory-Kapazität, Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit, während gleichzeitig weniger aktive Daten auf Flash- und Disk-Speicher ausgelagert werden.
  • In-Memory-Fehlertoleranz auf Oracle Engineered Systems dupliziert optional die In-Memory-Daten über Knoten, so dass Abfragen sofort auf eine Kopie der In-Memory-Daten zugreifen können, falls ein Server ausfällt. Direct-to-Wire-Infiniband beschleunigt die horizontale Skalierung für In-Memory.
  • Oracle M6-32 Big Memory Machine ist eine leistungsfähige Scale-Up-Plattform für Oracle Database In-Memory. Sie ist mit bis zu 32 Terabytes DRAM ausgestattet und erreicht eine Memory-Bandbreite von drei Terabyte/Sekunde für maximale In-Memory-Performance.

Oracle Database In-Memory wird ab Juli allgemein verfügbar sein und kann auf allen Hardware-Plattformen eingesetzt werden, die Oracle Database 12c unterstützen. Auch die Oracle Database 12c Ready Certification im Oracle PartnerNetwork (OPN) wird in Kürze um Oracle Database In-Memory erweitert.

Weiterführende Informationen:


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