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10. November 2014

OpenSuse 13.2 veröffentlicht

Version 13.2 der Linux-Distribution OpenSuse wurde veröffentlicht. Sie bringt unter dem Codenamen „Harlequin“ einige Aktualisierungen mit, darunter eine optimierte Installationsroutine, Verbesserungen für Yast sowie Btrfs als Standard-Dateisystem.

Für die Installation von OpenSuse sind jetzt nur noch drei Schritte erforderlich. Ein Reboot ist dabei nicht mehr notwendig. Der Installer ist insgesamt funktionaler. Auch optisch wurde er überarbeitet. Grub2 kommt als Bootmanager zum Einsatz, Systemd wird für die Initialisierung eingesetzt und wicked kümmert sich um die Netzwerkverwaltung. Initiale Ramdisks werden mit dracut erstellt.

Die Betriebssystempartition wird standardmäßig – wie bei der neuesten SLES-Distribution – mit Btrfs formatiert. Damit ist OpenSuse 13.2 eine der ersten Linux-Distributionen, die das noch relativ neue Btrfs standardmäßig verwendet. Bei den vorherigen Versionen war noch durchgehend Ext4 der Standard. Chris Mason stufte das Dateisystem als stabil ein und gab es für den produktiven Einsatz frei. Für die Home-Verzeichnisse kommt XFS zum Einsatz.

Die Skriptsprache Ruby ist jetzt die Basis von Yast: Die Portierung von Yast auf Ruby ist abgeschlossen, Ruby wird durchgängig verwendet. Yast soll damit nicht nur performanter, sondern auch stabiler laufen. Mit einem neuen Modul in Yast kann man auch schnell und einfach Snapshots von Btrfs-Partitionen erstellen. Dazu wird Snapper genutzt.

Auch die in der Distribution enthaltene Software wurde aktualisiert. Für den Desktop hat man die Wahl zwischen KDE SC 4.14, Gnome 3.14, Enlightment 19, Awesome 3.4.15, Mate 1.8.1, Xfce 4.10 und LXDE 0.55. Der Plasma-Desktop Version 4.11 steht zur Verfügung. KDE Frameworks 5 und Plasma 5 sind ebenfalls verwendbar. Beide werden aktuell aber noch ausdrücklich als Testversionen bereitgestellt. Weitere Bestandteile der neuen Distribution sind Xfce und Wayland.

Die Paketverwaltung Zypper liegt jetzt in der Version 1.10 vor und arbeitet besser mit RPM 4.11.2 zusammen. OpenSuse bringt zudem auch LibreOffice 4.3.1.2 sowie AppArmor 2.9 mit. GCC 4.8 ist ebenfalls Teil, kann aber auch durch GCC 4.9 ersetzt werden.

Der Linux-Kernel ist mit der Version 3.16 integriert. AppArmor wurde auf Version 2.9 gehoben. Aktualisiert wurden Administrationspakete und Entwicklungswerkzeuge: PHP gibt es jetzt in der Version 5.6.1, Docker wurde auch 1.2 gehoben und Qemu auf 2.1. Python liegt in 2.7.8 sowie 3.4.1 vor. Das KDE Framework 5 wurde ebenfalls eingebunden.

Weitere Informationen zu den Neuerungen von OpenSuse 13.2 gibt es in den Release Notes. Das ISO-Image von OpenSuse 13.2 für 32- und 64-Bit-Architekturen kann von der Download-Seite heruntergeladen werden. Darüber hinaus gibt es auch die speziell optimierte Rettungs-CD und ein Netinstall-Image.

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