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15. Juni 2015

Libelle und Infolytics: Gemeinsame Disaster-Recovery-Lösung

Patentierte Software für die Datenbankspiegelung für SAP MaxDB

MaxDB ist die SAP-eigene Datenbank. Rund 6.000 mittelständische SAP-Kunden setzen sie ein. Zudem nutzen einige tausend Großkunden SAP-Lösungen, die ausschließlich auf SAP MaxDB laufen. Dazu zählen SAP SCM/APO für die Planung und Ausführung von Logistikprozessen (MaxDBDerivat „liveCache“) und SAP Content Server für die Verwaltung großer Mengen elektronischer Dokumente.

Wie alle Datenbankanwender sehen sich MaxDB-Kunden mit dem Problem konfrontiert, dass Hardware-basierende Spiegelsysteme nicht gegen Datenkorruption durch Anwenderfehler gefeit sind. Im Unterschied zu synchronen Mechanismen basiert Libelle DBShadow auf einem zeitversetzen Datenbankspiegel. Dabei wird ein „Zeittrichter“ genannter Zwischenspeicher zwischen das Produktivsystem und das Spiegelsystem geschaltet, der alle Transaktionen eines frei definierbaren Zeitraums zwischenpuffert. Im Fehlerfall wird auf das Spiegelsystem umgeschaltet und die fehlenden Transaktionen werden aus dem Trichter in die Spiegeldatenbank übertragen. Aber nur soweit sie gültig sind und nicht einem Anwender- oder Programmfehler entspringen, d.h. typischerweise bis zum Zeitpunkt vor Eintritt der Datenkorruption. 

Die Libelle AG und die Infolytics AG haben jetzt eine Kooperation zum Vertrieb der Libelle-Produkte und -Dienstleistungen rund um die asynchrone Datenspiegelungssoftware DBShadow geschlossen. Durch die Partnerschaft mit dem Kölner Datenbankspezialisten erweitert Libelle den Vertriebsfokus auf den Markt der Unternehmen, die SAP-Applikationen auf Basis der SAP-Datenbank MaxDB einsetzen.

Libelle ist Softwarespezialist für Disaster-Recovery und Hochverfügbarkeitslösungen für Datenbanken, Applikationen und Filesysteme. Infolytics ist langjähriger Entwicklungs- und Supportpartner für SAP MaxDB und seit Anfang 2014 weltweit erster OEM für die SAP-Datenbank. Mit der Vertriebskooperation wollen die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen mit Fokus auf den SAP MaxDB-Markt bündeln.

Lars Albrecht, Vorstandsvorsitzender der Libelle AG, freut sich über die neue Kooperation: „Mit Infolytics haben wir einen starken Partner gefunden, der viele SAP MaxDB-Kunden betreut und die SAP-Datenbank seit Jahrzehnten bis auf die Quellcodeebene kennt. Gemeinsam können wir Anwendern der weit verbreiteten SAP-Datenbank bei der Einrichtung einer Disaster-Recovery- bzw. Hochverfügbarkeitsl.sung unterstützen, durch die sich beschädigte oder versehentlich gelöschte Daten innerhalb kürzester Zeit wiederherstellen lassen. Und zwar genau bis zum letzten integeren Zustand vor dem Eintreten des Schadens.“ Gerhard Brunnbauer, Vorstand der Infolytics AG, ergänzt: „Mit Libelle DBShadow erweitern wir unser Lösungsportfolio für SAP MaxDB-Anwender um eine kritische Komponente. Jetzt können wir ihnen eine Disaster-Recovery-Lösung bieten, die den Leistungsumfang der standardmäßigen Standby-Lösung von SAP deutlich übersteigt. Damit kommen wir dem Wunsch vieler Kunden nach, die unter anderem aufgrund von verschärften Compliance-Anforderungen eine flexible und zuverlässige Hochverfügbarkeitsl.sung benötigen.“

Die Libelle AG wurde 1994 gegründet. Das Unternehmen mit seinem Hauptsitz in Stuttgart ist Softwarespezialist für Disaster- Recovery- und Hochverfügbarkeits-Lösungen, Kopien von SAP-Systemen sowie Erweiterungen von SAP-Systemfunktionen. Über 400 Kunden aus dem Mittelstand sowie Großunternehmen vertrauen auf die Softwarelösungen von Libelle und ihr langjähriges SAP Know-how. Kernprodukte sind BusinessShadow für die asynchrone Spiegelung von Datenbanken und Filesystemen sowie Copytools und Monitoringlösungen für SAP-Systeme. Neben SAP Basis Beratung und -Support durch das Tochterunternehmen BasisTeam aus Bochum, konzentriert sich Libelle auf die Erweiterung von SAP Systemfunktionen und die Entwicklung individueller Software für SAP Systeme.

Die Infolytics AG kommt aus Köln. Die eine hochspezialisierte IT-Schmiede war der weltweit erste Reseller für die SAP-Datenbank MaxDB. Infolytics wurde 1997 gegründet und beschäftigt heute rund 25 erfahrene Entwickler. Die Kerngeschäftsfelder sind die Programmierung, Portierung und Wartung von systemnaher Software, die Java-basierte Entwicklung von Kundenanwendungen sowie der Vertrieb von Datenbank-Software. Im Auftrag der SAP SE erbringt Infolytics seit über fünfzehn Jahren Second- und Last-Level-Support für diverse SAP Datenbank- und GUI-Produkte. Im Zuge der Technologiekooperation zwischen SAP und dem Data-Warehouse-Spezialisten Teradata entwickelte Infolytics das Produkt „Teradata Foundation for SAP NetWeaver BW 7.30“.

Die Implementierung dieser Schnittstelle erfolgte auf Basis der MaxDB-Kernel-Technologie. Mit Unterzeichnung eines OEM-Vertrags für SAP MaxDB wurde die Infolytics AG in den Rang eines „SAP OEM Partner“ erhoben. 2012 hatten die Infolytics-Gesellschafter sämtliche Aktien an die börsennotierte Seven Principles AG, Köln, verkauft, und das Unternehmen firmierte zu 7P Infolytics AG um. Seit das Unternehmen durch einen Management-Buy-out Anfang 2015 erneut eigenständig geworden ist, firmiert es wieder als Infolytics AG. Gerhard Brunnbauer (Jg. 1962) ist bereits seit 2010 Alleinvorstand der Gesellschaft und hat auch den MBO federführend begleitet. (AH)

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