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04. Mai 2015

OpenBSD 5.7 verfügbar

OpenBSD in der Version 5.7 ist ein halbes Jahr nach der Vorgängerversion erschienen. Es bringt einen besseren HTTP-Server mit, zudem die Unterstützung aktueller Hardware wie USB 3.0.

Die Silent Installation – also die unbeaufsichtigte Installationsroutine – wurde erweitert. Nach der Installation bzw. einem Upgrade werden mehr Geräte unterstützt als beim Vorgänger:
Die neue Version 5.7 enthält eine erweiterte Hardware-Unterstützung. USB 3.0 wird mittels xhci-Treiber angeboten, zahlreiche weitere Chips und Karten erhalten nun Support, darunter Cardreader, Wifi-Slots und Netzwerkkarten. PowerMacs können jetzt auch mit Multiprocessor Kernel booten. Die Umschaltung der Takfrequenz findet jetzt im Kernel statt.

Das dynamische Laden von Modulen wurde aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Sendmail und Nginx sind nicht mehr in der Basis-Distribution enthalten. Der HTTP-Server bietet zudem einige neue Funktionen: eine optimierte TLS-Implementierung gehört ebenso dazu wie die HTTP-Authentifizierung und die Unterstützung von virtuellen Hosts. SSLv2 und 3 wurden desupportet.

OpenSSH 6.8 ist integriert, ssh und sshd bieten eine Schlüsselrotation. Der Syslogd kann nun mit libevent Nachrichten über TCP und TLS senden. Das Tracing für Netzwerkfehler wurde mit dhclient erweitert. Zur Kontrolle von Daemons kann fw_update weiter verwendet werden, das jedoch einer internen Review unterzogen und verbessert wurde.

Mehr als 9000 Ports sind in der umfangreichen Softwaresammlung enthalten. Darunter sind MariaDB 10.0.16, PosgreSQL 9.4.1, LibreOffice 4.3.5.2, Mozilla Thunderbird 31.4.0, Cromium 40.0.2214.115, Gnome 3.14.2, KDE 3.5.10 und 4.13.3 sowie xfce 4.10. 

Die komplette Liste aller Aktualisierungen ist im Changelog zu finden. OpenBSD 5.7 gibt es als Image auf diversen Mirrors. Wer das OpenBSD-Team finanziell unterstützen möchte, kann auch die Installation-CDs für die Architekturen amd64, macppc, sparc64 und i386 für 44 Euro zzgl. Versandkosten bestellen.

OpenBSD ging aus NetBSD hervor. Der Fork wurde von Theo de Raadt gebildet. Er leitet auch heute noch die Entwicklung des BSD-Derivats. Dieses besteht aus dem Kernel kombiniert mit Werkzeugen und Programmen. Es gilt generell als recht sicher und wird regelmäßig auf Sicherheitslücken geprüft. Zudem enthält es zahlreiche Security Features. Doch die Programmsammlung ist nicht im gleichen Maße abgesichert. (AH)

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