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16. August 2016

Sicherungsmechanismen für Smartphones stark gefragt

Laut einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, schützen 91 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer ihr Gerät durch Passwort, Zahlencode oder Fingerabdruck. 2014 waren es noch 72 Prozent der Befragten, 2012 sogar nur 33 Prozent. Bei den privaten Smartphone-Nutzern setzen 92 Prozent auf die Sicherheitsmechanismen – unter den beruflichen Smartphone-Nutzern sind es sogar 95 Prozent, die ihr Gerät durch Zahlencode, Passwort oder Fingerabdruck zum Entsperren des Mobiltelefons sichern. 7 Prozent der Befragten gaben an, ganz auf den Schutz des Gerätes zu Verzichten.

"Smartphones sind zu absoluten Allround-Geräten geworden: Wir chatten darüber, schreiben E-Mails oder lassen uns zu unserem Ziel lotsen. Entsprechend viele Informationen sind auf den Geräten gespeichert", erläutert Marc Fliehe, Sicherheitsexperte des Bitkom. "Hersteller versuchen daher, Smartphones so sicher wie möglich zu machen. Um einen eventuellen Missbrauch der eigenen Daten zu verhindern, kann aber auch der Verbraucher eine Menge tun." Die meisten Smartphones fragen beim erstmaligen Einschalten des Geräts, welche Sicherheitsabfrage man nutzen möchte. Hier entscheiden sich 74 Prozent derjenigen, die den Schutz nutzen möchten, für die Abfrage eines Passwort- oder Zahlencodes. Ein Drittel (33 Prozent) entscheidet sich für die Musterabfrage: Dabei fordert das Smartphone den Nutzer auf, mit dem Finger ein vordefiniertes Muster auf dem Display nachzuzeichnen. 23 Prozent schützen ihr Smartphone mittels Fingerabdruck. "Wir empfehlen, wenn möglich, den Fingerabdruckscanner zu verwenden. Dieser ist in den Geräten der neuesten Smartphone-Generation zugleich ein sehr effektiver wie auch komfortabler Schutz gegen Missbrauch", so Fliehe.

Zusätzlich zu den Sicherungsmechanismen, sollten Smartphone-Nutzer ein sicheres Passwort oder einen Zahlencode für die Entsperrung verwenden. Folgende Aspekte sollten dabei beachtet werden:

  • Nicht das gleiche Passwort oder den gleichen Zahlencode für Smartphone und andere Geräte oder Webdienste nutzen 
  • Das Kennwort sollte nicht bei sich getragen oder im Haushalt aufbewahrt werden 
  • Es sollten keine Hinweise aus dem eigenen Leben oder dem unmittelbaren Umfeld verwendet werden, die auf das Kennwort schließen lassen (zum Beispiel Name der Freunde oder das Geburtsdatum)
  • Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein, Zahlencodes mindestens acht Zeichen
  • Passwörter sollten sowohl aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen als auch aus Groß- und Kleinschreibung bestehen
  • Passwörter und Zahlencodes sollten regelmäßig geändert werden

Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1007 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 768 Smartphone-Nutzer.

LB

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