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17. November 2017

Digitalkompetenz wird von Arbeitgebern vernachlässigt

Obwohl die meisten Arbeitgeber auf digitale Technologien setzen, fühlen sich die Mitarbeiter nicht ausreichend dafür vorbereitet: Es mangelt an passenden Weiterbildungen und der notwendigen Zeit. 72 Prozent der Befragten einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom sagten aus, dass keine Zeit für eine Weiterbildung zu neuen, digitalen Technologien während der Arbeitszeit zur Verfügung stehe. Bei 59 Prozent würden keine passenden Weiterbildungen angeboten. "Neben der Motivation der Mitarbeiter spielen auch das vorhandene Zeitbudget und das Angebot an Weiterbildungen durch den Arbeitgeber eine entscheidende Rolle", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Dabei ist die große Mehrheit (77 Prozent) der Arbeitnehmer der Meinung, dass Digitalkompetenz für ihren Arbeitsplatz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz, 8 Prozent halten es sogar für die wichtigste Kompetenz. Schon heute sind digitale Technologien im Job nicht mehr wegzudenken. 80 Prozent der Erwerbstätigen sagen, dass digitale Technologien wie Computer, Internet oder digitale Produktionsmaschinen für die tägliche Arbeit eine große Bedeutung haben. Der Nachholbedarf ist unterschiedlich: Während 32 Prozent der Befragten bereits eine Weiterbildung zur richtigen Bedienung von Standardprogrammen gemacht habe, hätten 27 Prozent dazu noch keine Weiterbildung absolviert – obwohl es im Job hilfreich wäre.

Der Bitkom fordert eine Initiative von Politik und Wirtschaft, um lebenslanges und informelles Lernen zu stärken. Die Vermittlung von Digitalkompetenz müsse über die gesamte Bildungskette hinweg in den Vordergrund rücken. "Bei der derzeit allgemein guten Auftragslage versäumen es viele Unternehmen, in das Geschäft und die Mitarbeiter von morgen zu investieren. In Zukunft braucht es vor allem sehr gut qualifizierte Fachkräfte – dafür müssen auch die Unternehmen sorgen", betont Berg.

Präsentation zur Umfrage als Download

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