Über unsMediaKontaktImpressum
24. August 2018

SUSE und Microsoft: Linux-Kernel für Clouddienst Azure

Mehr Leistung, mehr Geschwindigkeit: Das Nürnberger Softwareunternehmen SUSE und Microsoft entwickeln ersten Linux-Kernel der speziell an Microsofts Clouddienst Azure angepasst ist. Unter anderem soll dieser schneller booten und weniger Speicher benötigen.

In Kooperation mit Microsoft hat SUSE den ersten Enterprise Linux-Kernel speziell für Microsoft Azure entwickelt. Vorteile des neuen Kernels ergeben sich beim Datendurchsatz im Netzwerk und dem Speicherbedarf. Der optimierte Kernel soll einen schnelleren Zugang zu neuen und künftigen Features von Azure bieten. Des Weiteren soll die durchschnittliche Latenzzeit im Vergleich zur vorangegangenen Version um 23 Prozent sinken. Zudem soll die Speicherauslastung deutlich abnehmen.

Enge Zusammenarbeit

"Wir haben eng mit Suse zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass Kunden, die Suse Linux Enterprise Server einsetzen, erstklassige Erfahrungen mit Microsoft Azure machen", erklärte KY Srinivasan, General Manager der Enterprise Open Source Group bei Microsoft. Auch Dr. Gerald Pfeifer, Vice President Products and Technology Programs bei SUSE, begrüßt die Zusammenarbeit und lenkt den Blick auf zukünftige Open-Source-Projekte: "SUSE und Microsoft arbeiten zusammen, um wachsende Bedürfnisse der Kunden zu bedienen, Innovationen zu fördern und gleichzeitig Disruption in den Geschäftsprozessen zu minimieren. Der für Azure Public Cloud optimierte SUSE Linux Enterprise Server ist ein direktes Ergebnis von SUSEs offenem "open" Open-Source-Ansatz, mit dem wir die täglichen Herausforderungen unserer Kunden erfolgreich lösen." Gerade in den vergangenen Jahren lässt sich eine Entwicklung bei Microsoft gut beobachten: Gerade im Bereich Cloud-Computing setzen sie immer häufiger auf Linux und Open-Source-Software. Ende 2017 liefen auf mehr als 40 Prozent aller virtuellen Maschinen Azure-Linux-Betriebssysteme. Dazu kommt, dass Microsoft auf Azure mehr als ein halbes Dutzend Linux-Distributionen, unter anderem CentOS, CoreOS, Debian, Oracle Linux, Red Hat Enterprise Linux, Suse Enterprise Linux, OpenSuse und Ubuntu, unterstützt.

Darüber hinaus haben Anwender in Zukunft über den Package Manager Zypper eine einfache Auswahlmöglichkeit zur weiteren Nutzung des vorangegangenen Kernels. Außerdem haben sie durch SUSE Public Cloud Module den Zugriff auf Ressourcen und Werkzeuge für native Cloud-Einrichtungen.

LG

Sie möchten zukünftig per Newsletter der Informatik Aktuell informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.

Das könnte Sie auch interessieren
botMessage_toctoc_comments_9210