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28. September 2018

Freelancer-Kompass: Das verdienen Selbständige 2018

Der "Freelancer-Kompass 2018" wirft einen genauen Blick auf die Situation der IT-Freiberufler in Deutschland. Laut der Umfrage der Projektplattform freelancermap steigt der Netto-Stundenlohn erstmals über 90 Euro. Außerdem wurde untersucht, in welchem Bundesland sich am meisten verdienen lässt.

Zum dritten Mal wurde die Marktstudie "Freelancer-Kompass" herausgebracht. 1.092 Teilnehmern wurden Fragen rund um Einkommen, Auftragslage, Herausforderungen und die Marktentwicklung im Berufsfeld Freelancer gestellt. Das Ergebnis lässt positive Rückschlüsse auf die derzeitige Lage der Freiberufler zu. Der Netto-Stundensatz (beinhaltetet alles, außer der Umsatzsteuer) steigt um 4,23 Prozent und liegt nun durchschnittlich bei 91,03 Euro. Dabei erhält die Altersgruppe von 40-49 Jahren die höchsten Stundensätze von 95,09 Euro, die junge Generation (unter 30 Jahren) erhält mit 74,41 Euro am wenigsten. Der Studie zufolge ergeben sich die gestiegenen Honorare der Freiberufler aus dem Mangel an Fachkräften, den viele Unternehmen schon länger beklagen.

In welchem Fachgebiet wird am meisten gezahlt?

Im Tätigkeitsbereich lassen sich deutliche Unterschiede feststellen: So erhalten SAP-Experten einen Stundensatz von 110,19 Euro, knapp dahinter rangiert der Bereich Beratung und Management (104,94 Euro). Auf Platz drei findet sich das Fachgebiet IT-Infrastruktur (88,24 Euro). Die Schlusslichter finden sich laut der Studie im Bereich Grafik, Content und Medien (62,35 Euro). In fast allen Fachbereichen ist eine überwiegende Einkommenszufriedenheit zu erkennen. Obwohl diese im Vergleich zum letzten Jahr leicht gesunken ist (2017: 75 Prozent, 2018: 71,61 Prozent). Besonders auffällig: Nur der Fachbereich Grafik, Content und Medien weist eine deutliche Einkommensunzufriedenheit auf (67,27 %).

Bundesländer im Vergleich

Im Saarland verdient es sich als Freiberufler am besten: Dort erhalten Freelancer einen Stundensatz von 101,30 Euro, dicht gefolgt von Schleswig-Holstein (99,60 Euro) und Hessen (94,65 Euro). Die niedrigsten Stundenlöhne werden hingegen in Sachsen-Anhalt (75,60 Euro), Thüringen (71 Euro) und Sachsen (68,88 Euro) gezahlt.

Stundenlohn der Frauen sinkt

Eine wichtige Beobachtung lässt sich im Rahmen der Bezahlung von Frauen und Männern feststellen. So nahmen 2018 zwar mehr Frauen im Vergleich zum Vorjahr (9,7 Prozent auf 11,54 Prozent) an der Befragung teil, der gestiegene Stundensatz lässt sich jedoch nur auf ihre männlichen Kollegen zurückführen. Denn bei den befragten Frauen sank sogar der Stundenlohn im Vergleich zum letzten Jahr. Während der durchschnittliche Stundensatz eines männlichen Freelancers von 87,64 Euro (2017) auf 91,93 Euro (2018) anstieg, verringerte sich der Satz bei Freiberuflerinnen von 84,62 Euro (2017) auf 84,28 Euro (2018).

Den kompletten Freelancer-Kompass finden Sie hier.

LG

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