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01. Juli 2019

MINT-Studierende suchen früh ihren zukünftigen Arbeitgeber

Studierende der MINT-Fächer wissen früh was sie wollen – zumindest zeigen das die Ergebnisse der aktuellen Studie Jobcampus-MINT, für die die Königsteiner Agentur sowie die Deutsche Hochschulwerbung 500 MINT-Studenten an zehn deutschen Hochschulen befragte.

Mit 20 Jahren schon genau wissen wohin es beruflich gehen soll – das ist bei Abiturient*innen nach der Schule meist eine Seltenheit. Laut der aktuellen Jobcampus-MINT-Umfrage sieht das bei Studierenden der MINT-Fächer anders aus: 63 Prozent der Studierenden machen sich bereits während der ersten beiden Semester aktiv über potentielle Arbeitgeber kundig. Dieser Anteil steigt sogar auf 78 Prozent an, wenn man Studierende, die passiv auf Arbeitgeber aufmerksam werden, hinzuzieht. Mit durchschnittlich 20,4 Jahren haben 84 Prozent der Befragten schon erste berufliche Erfahrungen gesammelt. Interessant ist auch, dass die wenigstens (10 Prozent) zu dem Zeitpunkt einen speziellen Traumarbeitgeber nennen können.

Wie werden junge Talente angesprochen?

Plakatwerbung lohnt sich, denn 83 Prozent der befragten Studierenden nahmen Plakate am Campus wahr, auf denen Arbeitgeber für sich warben. 78 Prozent kennen Hochschulmessen oder haben bereits eine in Eigeninitiative besucht. Auch durch Aushänge am schwarzen Brett sind 77 Prozent der Studienteilnehmer bereits auf Arbeitgeber aufmerksam geworden. "Studierende verbringen viel Zeit auf dem Campus. Hier befassen sie sich von Beginn des Studiums an mit dem Thema Berufseinstieg. Daher ist die Hochschule für sie ein idealer Ort, um mehr über potenzielle Arbeitgeber zu erfahren", äußert sich Ioannis Voudouris, Geschäftsführer der Deutschen Hochschulwerbung.

In höheren Semestern wandelt sich die Herangehensweise an einen Arbeitgeber. 44 Prozent lernen dann künftige Abreitnehmer durch Arbeitgeberbewerbungsportale im Netz kennen. Im Vergleich: Nur 22 Prozent der Studienbeginner nutzen solche Portale.

Was ist MINT-Studierenden wichtig?

Die wichtigste Anforderung für MINT-Studierende ist ein spannendes, interessantes Tätigkeitsfeld (85 Prozent). Für 84 Prozent sind gute Sozialleistungen ein elementares Kriterium. 83 Prozent wünschen sich ein angenehmes Betriebsklima, 82 Prozent sind überzeugende Weiterbildungsangebote wichtig. Ob der zukünftige Arbeitgeber in der Branche bekannt ist, spielt für die meisten MINT-Studierenden keine Rolle, nur 23 Prozent gaben an, das ein Bekanntheitsgrad bedeutend ist.

Die meisten angehenden MINT-Absolvent*innen tendieren dazu, nach ihrem Abschluss bei einem Konzern zu arbeiten (34 Prozent), etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) zieht es unbedingt in ein mittelständisches Unternehmen. Gerade für diese Unternehmen wird es künftig wichtig sein, sich bereits bei jungen Student*innen der MINT-Fächer bekanntzumachen. Nur 12 Prozent wollen an der Hochschule bleiben und dort forschen oder lehren. Weitere 15 Prozent der angehenden Akademiker*innen wollen später selbst ein Unternehmen gründen.

Informationen zur Studie:

Für die repräsentative Studie JOBCAMPUS MINT wurden 500 Student*innen aus den MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Ingenieurwesen) dazu befragt, ob und wie sie sich über Arbeitgeber informieren. Die Befragung fand an 10 deutschen Hochschulen statt. 60,4% der Befragten kamen von Universitäten, 39,6% von Fachhochschulen. Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Studierenden betrug zum Zeitpunkt der Umfrage 20,4 Jahre. Etwas mehr als ein Drittel (67%) absolvierte das erste Semester, ein Drittel befand sich im zweiten Semester. Der Befragungszeitraum war Februar 2019. Studieninitiatoren sind die KÖNIGSTEINER AGENTUR sowie die Deutsche Hochschulwerbung.

LG

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