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25. Juni 2019

Studie: 73 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Cloud-Computing

Der Digitalverband Bitkom und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG haben den Cloud-Monitor 2019 veröffentlicht. Darin zeigt sich: Der Cloud-Boom hält weiter an.

Aus dem aktuellen Cloud-Monitor von Bitkom und KPMG geht hervor, dass 73 Prozent aller Unternehmen in Deutschland auf Rechenleistung aus der Cloud zurückgriffen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 66 Prozent. Weitere 19 Prozent diskutieren oder planen bereits die Nutzung der Cloud. Für 8 Prozent der Befragten spielt die Technologie keine Rolle. Damit ist der Prozentsatz in dieser Kategorie erstmals unter 10 Prozent gesunken. Vor fünf Jahren zeigte noch jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) Skepsis gegenüber Cloud-Anwendungen.

Was ist Cloud-Anwendern besonders wichtig?

Der Fokus bei der Wahl von Cloud-Dienstleistern liegt beim Datenschutz. Rund 90 Prozent aller Unternehmen gaben an, dass Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. "Wer den Datenschutz vernachlässigt, ist für Cloud-Anwender sofort aus dem Rennen. Anbieter müssen den Spagat zwischen hohen Sicherheitsanforderungen und einfacher Systemintegration meistern", äußert sich Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research zum Spitzenreiter. Platz zwei sichert sich eine transparente Sicherheitsarchitektur (79 Prozent), während etwa drei Viertel (76 Prozent) die Integrationsfähigkeit der Lösungen als sehr wichtig ansehen. Des Weiteren spielt für zwei Drittel die Herkunft des Anbieters sowie die geographische Lage der Rechenzentren eine maßgebliche Rolle.

Wo sehen deutsche Unternehmen die Vorteile von Cloud-Computing?

Der größte Vorteil von Cloud-Lösungen ist laut Umfrage die hohe und einfache Skalierbarkeit der Technologie. Eine Public Cloud bietet für rund 80 Prozent der Befragten eine schnellere Skalierbarkeit ihrer IT-Leistungen. Drei Viertel hingegen legen besonders viel Wert auf den ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT. Als weitere positive Eigenschaften nennen 54 Prozent eine höhere Datensicherheit sowie geringe IT-Kosten (18 Prozent). Die Studie zeigt auch, dass deutlich mehr Firmen auf Private-Cloud-Computing (55 Prozent) als auch Public-Cloud-Computing setzen (35 Prozent). Zudem zeigt sich weiterhin, dass Unternehmen Vorbehalte gegenüber der Public Cloud haben, denn 37 Prozent sehen diese Lösung als kein diskutierbares Thema an.

Zweifel haben die befragten Unternehmen unterdessen beim Thema Sicherheit. Der Cloud-Monitor belegt, dass drei Viertel der Nichtnutzer einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten befürchten. Weitere zwei Drittel haben Angst vor Datenverlusten und sogar jeder zweite Nichtnutzer vermutet eine unklare Rechtslage.

Die Untersuchung von Bitkom und KPMG basiert auf einer repräsentativen Umfrage, welche seit 2011 jährlich durchgeführt wird. Die Stichprobe umfasst 553 Personen aus Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern in Deutschland. Unter den Befragten sind ausschließlich Führungspersonen mit Aufgaben aus dem Organisationsbereich Informationstechnologie oder Mitglieder der Geschäftsführung.

Den vollständigen Cloud-Monitor 2019 finden Sie als PDF hier.

LG

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