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13. Mai 2019

Build-Konferenz: Windows bekommt Linux-Kernel

Seit September 2011 findet jedes Jahr Microsofts Build-Konferenz in Seattle statt. Diese Woche kündigte Microsoft dort an, künftig auf einen vollwertigen Linux-Kernel in Windows integrieren zu wollen.  

Eine neue Version des Windows Subsystem for Linux (WSL) wird kommen und Microsoft verspricht einiges. WSL 2 soll erheblich schneller laufen als der aktuelle Vorgänger. Mittels einer „dramatisch erhöhten Performance“ und einer erweiterten Systemunterstützung soll das WSL deutlich mehr Linux-Anwendungen unterstützen. Derzeit verwendet Microsoft den Linux-Kernel 4.19 mit Long-Term Support (LTS). Die neue Kernel-Version wird Microsoft zukünftig zusammen mit den Windows-Updates aktualisieren. Im Fokus der Veränderung soll außerdem das Container-System Docker liegen, welches in Unternehmen immer mehr an Zuspruch gewinnt.

Was soll WSL 2 können?

Anders als das bisherige WSL-System wird die neue Version nach Angaben von Microsoft erstmal einen echten Linux-Kernel verwenden. Nutzer haben weiterhin die Möglichkeit, bestehende WSL-1-Distributionen wie etwa Ubuntu zu nutzen. Microsoft gab zudem bekannt, dass es möglich sei, jederzeit zwischen den beiden Subsysteme hin und her zu wechseln. Außerdem sollen sich mit WSL 2 ELF64-Binaries direkt in Windows ausführen lassen. Das Executable and Linking Format (ELF) ist ein verbreiteter Standard in der Unix- und Linux-Welt bei der Ausführung von Programmen. Bis öffentliche Tests der neuen Plattform erfolgen, wird es nicht mehr lange dauern. Schon ab Ende Juni sollen Tests über das Insider-Programm erfolgen.

Weitere Neuerungen

Das Windows Subsystem for Linux bringt weitere Neuerungen mit sich: Microsoft entwickelt derzeit eine neue Kommandozeile, die auf den Namen „Windows-Terminal“ hört. Sie soll dafür sorgen, einen einheitlichen Zugriff auf die klassische Eingabeaufforderung auf WSL und die PowerShell zu ermöglichen. Windows-Terminal soll im Gegensatz zu den bisherigen Eingabefenstern, Tabs und Themes unterstützen, um Arbeit zu mindern und mehr Chancen zur individuellen Anpassung zu bieten. Außerdem soll das neue Terminal sogar Emojis darstellen können.
Des Weiteren gibt es Neuigkeiten über den künftigen Edge-Browser. Der Chromium-basierte Browser soll um ein Privacy-Dashboard erweitert werden, welches dem Nutzer den Schutz seiner persönlichen Daten erleichtern soll.

LG

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