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27. März 2020

Tech against Coronavirus

Um die Verbreitung von COVID-19 zu verlangsamen, sind Home-Office und Social Distancing angesagt, wo es nur geht. Viele Berufsgruppen verlagern daher derzeit ihr Arbeitsleben in die eigenen vier Wände und damit ins Internet. Wir stellen Ihnen heute einige Alternativen vor, mit denen Sie gemeinsam im Team besser zusammenarbeiten können. Außerdem wächst das Interesse an E-Learning-Plattformen. Auch hier zeigen wir einige Beispiele für virtuelles Lernen. Wer im Home-Office kreativ werden möchte, findet außerdem noch eine Auswahl an originellen Apps.

Im Team arbeiten

Tool-Name:Trello

Mit Trello können sowohl private als auch geschäftliche Teamprojekte vorbereitet, strukturiert, organisiert und koordiniert werden. Dabei ist es möglich, jederzeit den Fortschritt einzelner Schritte für andere sichtbar zu machen. Die Oberfläche der Software ist für Einsteiger geeignet und lässt sich schnell intuitiv bedienen. Durch sogenannte Boards, die mit Checklisten, Terminen, Anhängen oder Kommentaren bestückt werden können, bleibt es übersichtlich.

Außerdem ist es möglich, zukünftige Planungen anzuordnen, zu verschieben, Mitarbeiter*innen Aufgaben zuzuweisen oder per E-Mail direkt weiterzuleiten. Auch beim Thema Datenschutz punktet Trello. Durch strenge Firewall-Regelungen besitzt Trello einen DDoS-Schutz und schützt den ausgehenden Datenverkehr mithilfe einer AWS-Netzwerk-Zugriffskontrollliste. Außerdem werden sämtliche Daten durch eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung geschützt.

Trello wird in einer Desktopversion und als App angeboten und ist in den Grundfunktionen kostenlos.

Tool-Name: Slack

Slack ist ein teambasierter Messenger. Er dient dazu, Nachrichten nach Themen auszutauschen und dadurch besser zu strukturieren. Durch sogenannte "Channels", also Kanäle, gehen keine relevanten Informationen mehr im allgemeinen Strom der Chat-Nachrichten unter. Mittels Push-Mitteilungen werden neue Nachrichten angezeigt.

Auch das Teilen von allen gängigen Dateiformaten ist mit Slack möglich. Einzeln versendete Dateien sollten dabei die Dateigröße von 1 GB jedoch nicht überschreiten.

Zudem sind Audio- und Videoanrufe sowie Telefonkonferenzen möglich. Slack gibt an, dass das System unabhängig auf die Einhaltung von vielen Sicherheitsstandards geprüft ist. Dazu zählen HIPAA und SOC 2 Type II. Diese Sicherheitsstandards dienen beispielsweise zum Schutz von personenbezogenen Daten und zum Schutz des Workspaces vor fremden Eingriffen. Außerdem kann eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet werden. Dadurch ist die Sicherheit der einzelnen Nutzer*innen gewährleistet.

Für Slack wird nicht zwingend eine App benötigt. Der Messanger kann im Browser genutzt werden. Wenn es häufiger benutzt werden soll, sollte jedoch das Desktop-Programm oder die App für das Smartphone heruntergeladen werden. Slack ist für kleinere Unternehmen kostenlos, für mittlere und größere Unternehmen wird ein monatliches Entgelt fällig. Einen Überblick finden Sie hier.

Tool-Name: Notion

Notion kann sowohl für Einzelnutzer als auch im Team verwendet werden. Notion ist ein Tool um textbasierte Inhalte zu erstellen und zu planen. Die Möglichkeiten zur Gestaltung von Texten ist extrem vielfältig und unterstützt mehrere Textspalten, sodass Inhalte per Drag-and-drop nebeneinander angeordnet werden können. Durch Markdown- und PDF-Export können alle Inhalte direkt weiterverarbeitet und zum Beispiel in eine Dokumentation bei GitHub eingefügt werden.

Derzeit ist nur eine englische Version verfügbar. Fünf Nutzer*innen können Notion kostenlos verwenden, dabei müssen sie jedoch Einschränkungen in Bezug auf maximale Dateigrößen akzeptieren. In einem Pro-Paket kostet Notion fünf US-Dollar monatlich pro Nutzer*in.

Tool-Name: Google Hangouts Meet

Google Hangouts Meet ist ein kostenloser Messenger von Google. Um die App zu nutzen, wird daher ein Google-Konto vorausgesetzt. Mit Hangout sind Telefonate (Audio und Video) möglich, es können Bilder und Dokumente versendet werden. Die Oberfläche ist einfach zu bedienen und lässt sich schnell einrichten. Mit der Funktion "Hangout on Air" können Gespräche gefilmt und aufgezeichnet werden. Während Standard-Anrufe übers Internet kostenlos sind, fallen bei Telefonaten auf Festnetz oder Handynummer Kosten an. Eine Kostenübersicht finden Sie hier.

Tool-Name: Miro

Miro ist eine kollaborative Online-Whiteboard-Plattform, die es Teams ermöglicht, effektiv zusammenzuarbeiten, vom schnellen Brainstorming mit digitalen Haftnotizen bis zur Planung und Verwaltung agiler Arbeitsabläufe. Außerdem digitalisiert Miro handschriftliche Notizen und fügt sie anschließend zu einem personalisiertem Online-Whiteboard hinzu. Dieses Whiteboard lässt sich mit Co-Workern teilen. Zudem können Bilder, Dokumente oder Tabellenkalkulationen auf das Whiteboard hochgeladen werden. Des Weiteren lässt eine Feedback-Funktion zu, andere Projekte zu bewerten, Vorschläge hinzuzufügen oder Entwürfe auszuarbeiten.

Eine Standard-Version, bei der drei Boards und unendlich viele Teammitglieder teilnehmen können, ist kostenlos. Mehr Features kosten extra.

Tool-Name: MeisterTask

Das deutsch-österreichische Unternehmen MeisterTask schickt ein Projektmanagementtool außerhalb der üblichen Silicon-Valley-Unternehmen ins Rennen. MeisterTask eignet sich sowohl für persönliche Organisation als auch für agile Teams. Ob To-Do-Listen, Kanban-Boards oder Echtzeitkommunikation über verschiedene Geräte, MeisterTask bietet eine intuitive Bedienung.

MeisterTask lässt sich auf mobilen Geräten und im Browser nutzen. Mit dem Basic-Paket lassen sich bis zu drei Projekte steuern, individuelle Dashboards erstellen und Dateien bis zu 20MB verschicken. Eine Übersicht weiterer Pro-Sets finden Sie hier.

Tool-Name: Zoom

Zoom Cloud Meetings ist ein speziell auf Unternehmen ausgerichtetes Programm, das Videokonferenzen und virtuelle Meetings ermöglicht.

Besonders bei Zoom ist die Art der Meetings. Dabei kann der Moderator seinen Bildschirm teilen oder auf ein integriertes Whiteboard zurückgreifen. Die Kontrolle über Tastatur und Maus kann dabei an andere Teilnehmer abgegeben werden. Zudem gibt es die Funktion "Bildschirm teilen". So können andere Meeting-Teilnehmer*innen zeigen, was derzeit auf ihren Handys oder Desktops zu sehen ist. Das Senden von Textnachrichten und Dateien ist auch möglich.

Die Demoversion von Zoom Cloud Meetings ist kostenlos, beinhaltet aber nur persönliche Gespräche und Gruppenkonferenzen mit einem Zeitlimit von 40 Minuten. Der volle Funktionsumfang ist nur mit einem Abo zugänglich. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Nachtrag zu Zoom:

Derzeit ist die App Zoom mit Vorsicht zu genießen, denn sie weist erhebliche Datenschutz- und Sicherheitsbedenken auf. So lassen sich Programme auf Windowsrechnern starten oder auf Webcams und Mikrophone auf Apple-Geräten zugreifen. Bei einem möglichen Zugriff können dabei sensible Daten ausgelesen und die Rechte der betroffenen Personen ausgeweitet werden. Außerdem gibt Zoom an, mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu arbeiten. Dies ist nicht der Fall. Weitere Informationen finden Sie dazu hier. In einem Blogbeitrag vom 02. April kündigte Zoom-CEO Eric S. Yuan an, sich in den kommenden 90 Tagen um die Sicherheitsprobleme kümmern zu wollen. Den Beitrag finden Sie hier.

E-Learning

Tool-Name: Edmodo

Edmodo ist ein soziales Lernnetzwerk für Lehrer, Schüler und Eltern. Mithilfe von Edmodo können Lehrer*innen sowohl Schulklassen als auch Hausaufgaben von Studierenden betreuen. Schüler*innen und Studierende können ihre Hausaufgaben senden und anschließend ihrer Klasse oder ihrem Seminar präsentieren. Durch ein Benachrichtigungsfenster können Lehrer*innen Mitteilungen an die Gruppen zusenden oder auch Direktnachrichten verschicken. Zu den Features gehören außerdem Tests mit offenen Fragen als auch Multiple-Choice. Edmodo ist kostenlos.

Tool-Name: Kahoot!

Kahoot! ist eine spielebasierte Lernplattform, die mittlerweile 49 Millionen Menschen nutzen. Lehrer*innen können Kahoot! nutzen, um Schüler*innen zu motivieren, Unterrichtsstoff zu lernen. Durch den Quiz-Charakter schafft Kahoot! oftmals einen spielerischen Wettbewerb unter den Mitspieler*innen. Registrieren muss sich lediglich die Lehrperson, die bei jeder Spieledurchführung einen Zugangs-Pin erhält, den sie dann den Mitspieler*innen zur Verfügung stellt. Mit geringem Aufwand können so schnell eigene Spiele erstellt werden.

Normalerweise gibt es neben der kostenlosen Standard-Version noch eine kostenpflichtige Premium-Version. Derzeit bietet Kahoot! jedoch eine kostenlose Premium-Version für alle Länder an, die von Schulschließungen wegen des Coronavirus betroffen sind. Diese Version finden Sie zum Download hier.

Tool-Name: Anton App

Anton ist eine Lernplattform, die unter anderem von der Europäischen Union finanziell gefördert wird. Mit über 100.000 Aufgaben, mehr als 200 Übungstypen, Lernspielen und interaktiven Erklärungen in den Fächern Deutsch, Mathe, Sachunterricht, Biologie, DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und Musik, bietet Anton ein umfangreiches Angebot an. Die Inhalte richten sich dabei an Schüler*innen von der ersten bis zur zehnten Klasse.

Alle Lernangebote sind ohne Werbung. Die Anwendung ist nach einer Anmeldung kostenlos.

Tool-Name: Padlet

"Padlet" ist eine digitale Pinnwand, auf der Texte, Bilder, Videos, Links, Sprachaufnahmen, Bildschirmaufnahmen und Zeichnungen abgelegt werden können. Durch verschiedene Vorlagen ist es möglich, die Anwendung schnell zu durchschauen und zu nutzen. Lehrer*innen können Padlet-Pinnwände nutzen, um ihren Schüler*innen Inhalte zu vermitteln und durch Live-Chats Änderungen in Echtzeit zu diskutieren. Auch Fotos oder Audioaufnahmen (zum Beispiel die Aussprache bestimmter Vokabeln oder Erklärungen von Fachbegriffen) können auf der Pinnwand hinterlegt werden.

Die Anwendung kann mit einem PC, Tablet oder Smartphone über einen Link erfolgen. Da die App im Browser geöffnet wird, muss keine Software installiert werden.

Zur Nutzung benötigt das Lehrpersonal einen Account. Sie können drei Pinnwände kostenlos und mit unbegrenzt vielen Bearbeitern, die selbst keinen Account brauchen, nutzen. Sollen mehr Padlet-Pinnwände erstellt werden, wird eine monatliche Gebühr fällig.

Tool-Name: Classroomscreen

Der Name Classroomscreen verrät schon viel: Lehrer*innen können mit diesem Tool ihren Unterricht zeigen und strukturieren. Die Browseranwendung, programmiert von einem niederländischen Lehrer, ist einfach zu bedienen. Ein kurzes Tutorial zeigt, was alles möglich ist. Classroomscreen ist kostenlos.

Tool-Name: BrainPOP

BrainPOP ist eine Bildungsplattform, die fächerübergreifende digitale Inhalte an Schüler*innen vermittelt und somit Lehrer*innen unterstützt. Mit über 1.000 kurzen Animationsclips für die Altersgruppe von 6 bis 17 Jahren wird Wissen aus den Bereichen Wissenschaft, Sozialkunde, Englisch, Mathematik, Technik und Technologie, Gesundheit sowie Kunst und Musik abgedeckt. Durch kleinere Quizze kann das erlangte Wissen abfragt werden.

Ein rotierender Satz von drei Videos (und begleitenden Aktivitäten) pro Thema ist immer kostenlos auf der BrainPOP-Website verfügbar. Um jedoch Zugang zur gesamten Bibliothek von BrainPOP zu erhalten, muss ein Abonnement erworben werden. Die Preise für BrainPop sind abhängig vom erworbenen Produkt, der Anzahl der benötigten Lizenzen und der Dauer des Abonnements. Die Produkte können für ein Haus, ein Klassenzimmer, ein Klassenzimmer zu Hause, eine Schule oder einen ganzen Bezirk erworben werden. Eine Preisliste finden Sie hier. Derzeit ist die Anwendung in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar. Das Tool ist als App für Smartphone und Tablet konzipiert.

Sei kreativ!

Tool-Name: Anchor

Einen Podcast aufnehmen und an Freunde und Familie schicken? Mit der einfachen Benutzer-Oberfläche von Anchor ist dies schnell möglich. Die Editing-Tools sind verständlich und auch für Einsteiger geeinigt. Anchor ist kostenlos.

Tool-Name: Hypersay

Erstelle mit Hypersay Quizze oder interaktive Abstimmungen. Spiele Moderator*in und denke dir spannende oder lustige Fragen aus, um sie gemeinsam live mit Freunden und Familie zu lösen.

Hypersay ist mit bis zu 20 Personen kostenlos. Wenn Sie mit mehr als 20 Personen kommunizieren wollen, werden Kosten fällig. Eine Übersicht finden Sie hier.

Tool-Name: Drum Pad Machine 

Mit der Drum Pad Machine App lässt sich durch ein virtuelles Mischpult Musik selbst komponieren. Mit ein paar Klicks kann eine eigene Melodie oder Beats herstellt werden – auch wenn noch keine musikalische Erfahrung vorhanden ist.

Nach dem Herunterladen der App können zunächst Videolektionen angesehen werden, um eine Bedienung zu erleichtern. Die App ist kostenlos.

Link: PlayStore oder Apple Store

LG

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