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Dr. Julia Bayer 23. März 2021

NewWork – WanderCoaching mit rosa Elefanten

Wie die Zusammenarbeit im Team davon profitiert, warum Konflikte hilfreich sind und wieso der Spaß beim Geld nicht aufhört

NewWork ist in unserem Arbeitsalltag angekommen und zwar weit über Start-ups hinaus. Und mit NewWork der Anspruch, ein innovatives Arbeitsumfeld zu gestalten, das Silos abbaut, das von Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist, in dem wir eigenverantwortlich handeln, geteilte Werte leben und Transparenz selbst in unsere Vergütungssysteme bringen. Und trotzdem hakt und ruckelt es in den meisten Teams immer wieder. Warum gelingt es nicht, diesen wichtigen Anspruch gut einzulösen?

"The #mental and physical #health of your employees and team mates should be at the top of the list, above productivity, efficiency and "what are the best tools for remote project management". (...) The managers and team members who take the time now to invest in the #wellbeing of their team members will have the most loyal, creative and resilient bunch of humans to work with in a few months time. (...) Take. The. Time. This is a #marathon, not a sprint." [1]

Take. The. Time. Das kann man nicht ernst genug nehmen.

Denn die Ursache der allermeisten Konflikte ist nicht auf der Sachebene zu suchen, sondern auf der Ebene der Beziehungen. Das gilt auch für die Arbeitswelt. Wenn wir nicht gut im Kontakt miteinander sind, kämpfen wir auf der Oberfläche, während es eigentlich um etwas ganz anderes geht. Als Menschen sind wir "hardwired for connection" – wir brauchen Verbindung und Vertrauen, um uns sicher zu fühlen. Im sicheren Kontakt mit anderen kann sich unser Nervensystem entspannen. Aus dieser echten Entspannung heraus sind wir kreativ und produktiv, wir trauen uns Fehler zu machen und Schwieriges anzusprechen, um den Weg wieder frei zu machen für konzentrierte nächste Schritte. Laut einer Google-Studie zu erfolgreichen Teams ist psychologische Sicherheit die wichtigste Voraussetzung für produktives Arbeiten [2]. Das können wir aus unserer Erfahrung nur bestätigen: Kaum etwas ist wichtiger für gute Teamperformance als tiefes gegenseitiges Vertrauen. Seit März 2020 sind wir jedoch gesellschaftlich kollektiv isoliert, verstärkte Arbeit im Homeoffice und die Normalität von Zusammenarbeit in Videokonferenzen reduziert Live-Kontakte auf ein Minimum und begrenzt den Raum für vertrauensvolle Begegnungen im Team noch weiter.  

Wie lässt sich Vertrauen aufbauen – zu Beginn und, vor allem, wenn es einmal erschüttert ist? Was kann wirklich helfen? Was braucht es, um Transformation gut zu begleiten?

Wer sich am Anfang Zeit nimmt, hat sich am Schluss Zeit gespart

Wir stellen Impulse vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und dennoch ganz nah beieinander liegen:

  • Die schnelle Eingreiftruppe: Virtuelles Kickoff – Vom Drama zum Dream-Team.
  • Der Katalysator für Verbindung: WanderCoaching mit rosa Elefanten.
  • Der DeepDive der Königsklasse: NewPay – Wie transparente Vergütung Entspannung ins System bringt.

Bevor es in die Details geht – alle drei haben die folgende Frage gemeinsam:

Was braucht es, um gute Beziehungen und Vertrauen (wieder) herzustellen?

Gute Beziehungen und Vertrauen entstehen nicht von allein. Sie brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. In unseren immer schneller werdenden Arbeitswelten scheint Zeit für Begegnung im Team ein zu knappes Gut. Scheinbar wichtiger sind der nächste Sprint, die Chargeable Hours, der Mehrwert für den Kunden, das schnelle Bug fixing, gute Estimates und klare OKRs.

Dazu kommt, dass aus der alten Arbeitswelt die Vorstellung "Job ist Job und Privat ist Privat" noch immer tief in unserer Einstellung zur Arbeit verankert ist. Die Idee, man müsste nur die Zähne zusammenbeißen, sich zusammenreißen und im Job performen, ist immer noch gegenwärtig. Selbst wenn in der Außenkommunikation shiny Slogans wie "we are one", "we trust each other" und "safe to speak up" als Unternehmenswerte proklamiert werden, sieht es intern oft anders aus.

Wenn sich ein Team neu formiert, kann man nicht davon ausgehen, dass Vertrauen schon da ist. Gleichzeitig ist jetzt die Chance, Vertrauen nach und nach aufzubauen und zu vertiefen. Denn wenn man sich kaum kennt, kann man auf eine grundsätzliche Offenheit setzen, die bestehen bleibt, solange sie nicht enttäuscht wird. Sobald in einem Team jedoch Vertrauen verloren gegangen ist, ist der Prozess ungleich schwieriger.

Entscheidend für das Gelingen ist es, den aktuellen Status Quo und die bestehenden Dynamiken im Team zu analysieren und alle Beteiligten von Anfang an einzubeziehen. Im nächsten Schritt geht es dann um Begegnung auf Augenhöhe, losgelöst von den Herausforderungen im Job. Aufbauend darauf gilt es, die gelebte Kultur zu betrachten. Jedes Team lebt eine bestimmte Kultur – die häufig zum größten Teil implizit ist, also nicht explizit niedergelegt oder besprochen ist.

Dabei kommt es zu Annahmen, die unbewusst weiter tradiert werden, so dass selbst neue Teammitglieder diese ungefragt übernehmen. So entwickeln sich kollektive Glaubenssätze, die bestimmte Dynamiken immer weiter befeuern. Typisch können Phänomene sein wie:

  • Hinter-dem-Rücken-Kommunikation im Flurfunk,

  • ständige Neuaufgüsse von Momenten des Vertrauensverlusts, die selbst Kolleg:innen beteuern, die solche selbst nie erlebt haben,

  • mangelnde Konfliktfähigkeit,

  • Zurückhalten wertvoller Ideen und Meinungen aufgrund von mangelndem Vertrauen und

  • Ellbogenmentalität statt Teamspirit.

Auf Nachfrage hören wir hier oft von den rosa Elefanten im Raum, um die alle wissen und die doch niemand offen thematisiert. Sehr häufig liegen diesen Elefanten Missverständnisse zugrunde, die durch einen Perspektivwechsel im moderierten Dialog aus dem Weg geräumt werden können. So wird es möglich, bestehende Dynamiken aufzudecken, alte Ängste loszulassen und frisch in die Zukunft zu blicken. Denn was aus der Dunkelheit des Tabus auf den Tisch gebracht wird, kann sich transformieren.

Was explizit wird, kann sich lösen

Damit diese Transformation gelingt, ist zusätzlich eine Verständigung auf ein gemeinsames Leitbild hilfreich: Wie möchten wir wirklich zusammenarbeiten – jenseits schöner Schlagworte? Und wie können wir das konkret umsetzen? Dazu ist es notwendig, genau zu definieren, wie ein bestimmtes Element dieses Leitbildes ausgestaltet sein soll. Was bedeutet beispielsweise für uns alle, dass wir "aus Konflikten lernen wollen"? Auf welche Weise wollen wir Konflikte ansprechen? In welchem Setting? Welchen Beitrag leistet jede:r individuell dazu? Was darf nicht passieren? Oder was heißt "selbstbestimmte Arbeitszeit" genau? Was brauchen wir voneinander an Verbindlichkeit, damit wir uns darauf verlassen können? Wie viel Freiheit ist nötig? Welche Grenzen möchten wir respektieren? Wenn wir über zentrale Kulturelemente ein explizites Verständnis teilen, können wir uns dafür verantwortlich halten und uns dabei auf einen gemeinsamen Rahmen beziehen.

In vielen Teams wird externe Begleitung erst hinzugezogen, wenn schon einiges im Argen ist. Dann gibt es unterschiedliche Wege, um darauf zu reagieren. Die folgenden drei Herangehensweisen sind ganz unterschiedlich – sie können einzeln stehen oder aufeinander aufbauen, je nach aktueller Vertrauenssituation im Team. Zunächst kann es wichtig sein, zügig zu reagieren. Aus unserer Erfahrung ist das in einem ersten Schritt auch sehr gut virtuell möglich.

Die schnelle Eingreiftruppe: Virtuelles Kickoff – Vom Drama zum Dream-Team

Spätestens seit Corona hat sich remotes Arbeiten in fast allen Branchen etabliert. Trotzdem hören wir oft, dass die sozialen Verbindungen darunter leiden und es einen vielfachen Wunsch nach Live-Begegnungen gibt. Natürlich kann eine Videokonferenz den Live-Kontakt nicht vollständig ersetzen. Aber gut gestaltete Online-Workshops erreichen weit mehr, als mancher denkt. Wenn im Team schon Konflikte oder Vertrauensverlust vorliegen, ist zügiges Reagieren oft wichtiger als ein Live-Kontakt drei Monate später. Denn dann geht es darum, zeitnah Entspannung, eine geteilte Präsenz und Verbindung  ins Team zu bringen. Eine digitale Workshopreihe von drei bis vier Treffen kann die Feedback- und Konfliktkompetenzen stärken und die Basis für nächste Schritte legen. Wenn eine Kultur von präsentem Zuhören, produktiver Konfliktkommunikation, praktischem Üben und Vertrauensaufbau auch im virtuellen Raum geschaffen wird, dann entstehen ein positives Erleben, Wirksamkeit und die Chance, auch in Meetings und in 1:1 wieder effektiver Ergebnisse zu erzielen.

  • Workshop 1: Präsenz und Verbindung haben den Grundstein für neues Vertrauen und Veränderungsbereitschaft gelegt.
  • Workshop 2: Reflexion und Perspektivwechsel haben implizite Erwartungen transparent und Diskrepanzen sichtbar gemacht.
  • Workshop 3: Werte und Leitbild haben Selbstverantwortung und Accountability aktiviert.
  • Workshop 4: Commitment zu einem neuen Miteinander.

Sobald eine solche Grundlage geschaffen ist, kann ein WanderCoaching im Team einen guten Rahmen bieten, um die Elefanten im Raum anzusprechen, Konflikte zu klären oder einen Kulturwandel vorzubereiten.

Der Katalysator für Verbindung: WanderCoaching mit rosa Elefanten

Was bringt WanderCoaching, was ein Seminar im klassischen Setting nicht leisten kann? Viele von uns kennen den Arbeitsalltag zwischen vier Wänden. Besprechungen, Workshops, Seminare und seit Corona das Eingesperrtsein im Homeoffice und die Müdigkeit der Videokonferenzen... Die Luft steht. Nichts rührt sich. Oft fühlen wir uns gefangen und eingesperrt.

Was, wenn stattdessen Raum wäre, um in den Himmel zu sehen, dem Federn der eigenen Schritte nachzuspüren, dem Plätschern eines Baches zu lauschen, den Wind im Gesicht zu spüren? Was, wenn Zeit ist, um dem Gesagten eine Pause zu gönnen, Gedanken zu sortieren, zuzuhören ohne Druck, eine Antwort geben zu müssen?

Natur und Bewegung für Teamperformance

WanderCoaching ist eine wunderbare Möglichkeit, eine echte Teamzeit zu erleben und als Team auf sehr persönlicher Ebene in Kontakt zu kommen. Gegenseitiges Verständnis, Perspektivenwechsel und der Blick aufs große Ganze gelingen im Natursetting deutlich leichter und schneller, neue Sichtweisen und Ergebnisse verankern sich nachhaltiger und es entsteht mehr Raum für tiefe Gespräche und das Sackenlassen der Erfahrungen. WanderCoaching setzt dabei an einem der stärksten Hebel für Veränderung hin zur High-Performance an: dem Vertrauen im Team. Vertrauen bedeutet, dass die Mitglieder der Organisation von einer guten Intention des Gegenübers ausgehen. Dafür müssen sie regelmäßig persönlich zusammenkommen und Zeit für offenen und ehrlichen Austausch miteinander haben. beim WanderCoaching steht deshalb zu Beginn der Kontakt auf allen drei Ebenen im Fokus:

  1. mit sich,
  2. mit den anderen und
  3. mit dem Purpose der Organisation.

Hilfreich ist, dass sich beim WanderCoaching die Teams in ungewohntem Setting treffen. Statt in Hemd und Krawatte oder Businesskostüm begegnen sie sich in Wanderschuhen und Windjacken. Hierarchien rücken automatisch in den Hintergrund, denn am Berg sind alle gleich.

"Curiosity is like the fountain of youth when it comes to effective leadership." (Bradley Jacobs, CEO of XPO Logistics)

Plötzlich ist es möglich, die Menschen hinter den Kolleg:innen zu sehen – mit all den dazugehörigen Stärken und Schwächen. So kommen sich die Menschen auch außerhalb des täglichen Business näher und lernen Seiten voneinander kennen, die im Arbeitsalltag verborgen bleiben. All das fördert Empathie, die wiederum direkt auf Kooperationsfähigkeit, Verantwortung und Team-Performance einzahlt. Darüber hinaus ist das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen sowie die der Anderen für selbstorganisiertes Arbeiten und intrinsische Motivation unerlässlich. Mit diesem Ansatz gehen Teams dann offen und proaktiv die Themen an, die sonst herausfordernd und lähmend sind. 

Nach solch einem Tag ist es erstaunlich leicht möglich, selbst die Elefanten in den Raum zu holen, die zu Beginn des Prozesses bei vielen so große Sorgen ausgelöst haben. Bisher unsichtbar und doch so einflussreich, werden sie sichtbar, greifbar und vor allem besprechbar. Damit verlieren sie ihre Macht und können handzahm mit spazieren.

Wissenschaftlich nachgewiesen: Wandern wirkt!

Das Wandern in der Natur bringt uns wortwörtlich in Bewegung und beeinflusst uns auch ganz körperlich. Im direkten Kontakt mit der Natur sind wir aufnahmefähiger für Neues, offener für ungewöhnliche Gedanken und es fällt leichter, sich mit den eigenen Gefühlen zu verbinden. Schon nach wenigen Stunden in der Natur wird das Immunsystem gestärkt: Blutdruck, Kortisol und Puls sinken und damit auch das Stresslevel [3]. Konzentration, Aufmerksamkeit und Selbstbewusstsein steigen [4]. All das zahlt umittelbar auf die Performance im Job ein. Zudem kann Ruhe einkehren, die Platz macht für nötige Veränderungen und Entwicklung. Die heilende Wirkung der Natur ist in Japan schon seit langem bekannt und wird beispielsweise beim therapeutischen Waldbaden "shinrin yoku" genutzt [5]. Diese positive Wirkung der Natur wird durch Bewegung, insbesondere durch Wandern, noch verstärkt [6]. Die Verbindung von beidem fördert ganz bestimmte Qualitäten der Erkundung: Es fällt leichter, Perspektiven zu wechseln und "die Box" zu verlassen, die Kreativität wird angekurbelt und neue Ideen entstehen, wir sind offener und neugieriger – alles Voraussetzungen, um auf die Herausforderungen der heutigen VUKA-Welt reagieren zu können.

"Walking enhances every aspect of our social, psychological and neural functioning. It is the simple, life-enhancing, health-building prescription we all need." [7]

Zudem weisen Studien im EEG darauf hin, dass Lernen gern bestimmte Taktfrequenzen vorfindet: "Wenn ich von außen einen Stimulus setze, eine gewisse Rhythmizität, mit der die intrinsischen Taktfrequenzen gut harmonieren, dann fördert dies nachweislich das Denken. Ein klassisches Resonanzphänomen: Innen und außen sind im Gleichklang", so der Hirnforscher Gerd Kempermann [6]. So kann der Rhythmus des Gehens unterstützend wirken.

Die Mischung dieser Zutaten verbindet sich im WanderCoaching zu einer magischen Erfahrung, die für Teams wahrhaft transformativ sein kann. Denn Erfahrungen in einem solchen Setting verankern sich tiefer und nachhaltiger.

DeepDive der Königsklasse: NewPay – Wie transparente Vergütung Entspannung ins System bringt

Viele Unternehmen arbeiten mit innovativen Modellen für Entlohnung und Gehälter. Einfach ist das nicht – denn wenn es ums Geld geht, geht’s ans Eingemachte. Schnell kochen die Emotionen hoch. Aus der alten Arbeitswelt haben viele Menschen noch verinnerlicht, dass über Gehälter nicht gesprochen wird. Das scheint auch sicherer, denn wenn wir nicht wissen, was die anderen verdienen, können wir uns auch nicht darüber streiten. Insgeheim beschäftigt uns die Frage natürlich trotzdem, denn solange wir davon ausgehen, dass unser Wert (auch) am Geld gemessen wird, macht es einen Unterschied, wie viel wir im Verhältnis zu anderen verdienen. Diese Vorstellung ist vermutlich noch vielen zu eigen und die Verteilung von Geld ist auch in Zeiten von NewWork ein heikles Thema, das oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dabei lohnt es sich, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen. Denn es ist einerseits ein Lackmustest für die Frage, wie verbunden ein Team wirklich ist – andererseits kann sich darüber auch Vertrauen aufbauen. Aus unserer Erfahrung ist die Auseinandersetzung mit Geld und Finanzen ein Kristallisationspunkt für berufliche "Schattenteile". Denn am Geld zeigen sich Ängste und Glaubenssätze, die auf eine andere Ebene verweisen. Und genau darin liegt eine einmalige Chance: In Teams, die bereit sind, sich mit den ganz persönlichen Glaubenssätzen und Werten aller einzelnen auseinanderzusetzen, kann daraus ungeahntes Vertrauen entstehen. Denn hinter den Ängsten liegen unsere Werte verborgen. Oft sind uns diese aber nicht bewusst. Stattdessen steuern sie uns unterbewusst und bestimmen dann auch unsere Reaktionen auf das, was uns im Außen begegnet. Wenn es um’s Geld geht, zeigen sich die dahinter liegenden Annahmen und Überzeugungen, die uns prägen, sehr deutlich. Auch hier wird deutlich: Solange Implizites nicht explizit gemacht wird, wirkt es als Störfunk im Team.

Fragen die aufkommen können sein:

  • Wofür werde ich bezahlt?
  • Welches Verhalten wird im Unternehmen wertgeschätzt und incentiviert?
  • Was muss ich leisten, um etwas wert und anerkannt zu sein?
  • Welchen Wert haben der Einsatz von Ressourcen, Zeit, Commitment und Impact?
  • Wie können wir unsere Leistung miteinander vergleichen? Brauchen wir das überhaupt?

Wenn wir versuchen, diese Fragen zu beantworten, zeigt sich schnell, wie komplex es wird und auch wie individuell die Antworten darauf ausfallen. Es gibt keine perfekte Lösung, die alles einbezieht und sich auf der Faktenebene hieb- und stichfest machen lässt.

Stattdessen können wir uns fragen:

  • Wie können wir gut damit umgehen, dass es keine perfekte Lösung gibt?
  • Was braucht jede:r einzelne, um im Vertrauen zu sein?
  • Wie kann ein Modell aussehen, das Entspannung in unser System bringt?

Jedes Team, jedes Unternehmen braucht eine individuell angepasste NewPay-Lösung. Dazu braucht es vor allem Mut zur Transparenz. Und damit verbunden die Bereitschaft, sich den eigenen Sorgen und Glaubenssätzen in Bezug auf Geld zu stellen. Auf diese Weise werden implizite Annahmen und Vorstellungen explizit gemacht und können überhaupt gehört werden. Darüber lernt man sich selbst und auch die Kolleg:innen sehr gut kennen und es schafft ein Vertrauen im Team, das sich auch auf alle anderen Arbeitsbereiche positiv auswirkt.

Folgende Schritte haben wir in unserem eigenen Team und auch mit unseren Kunden als hilfreich erlebt:

  • Sorgen, Ängsten und Wünschen Raum geben,
  • Wertschätzung an den Anfang stellen,
  • verschiedene Themen getrennt voneinander beleuchten (wie z. B. Investment und Bedarf),
  • individuelle Verhältnismäßigkeit von der Verhältnismäßigkeit im Team trennen und
  • erst in Verhältnissen sprechen, dann in konkreten Beträgen.

Egal, ob Ihr Euer Teamwork auf eine neue Ebene bringen, die High-Performance-Potenziale von NewWork wirklich leben oder sogar Selbstorganisation inklusive NewPay integrieren wollt – am Anfang steht Vertrauen im Team.

Take. The. Time. – Am besten natürlich in der Natur!

Quellen
  1. N. Ryland; tbd*: What You Are Doing is Not Remote Work, It is Coping in a Global Emergency
  2. J. Rozovsky; re:Work: The five keys to a successful Google team
  3. M. Hunter, B. W. Gillespie, S.Y. Chen, 2019: Urban Nature Experiences Reduce Stress in the Context of Daily Life Based on Salivary Biomarkers
  4. A. van den Berg, 2016: Efffectmeting wandelcoaching
  5. LMU: Waldtherapie
  6. C. Schwarz; Wirtschaftswoche: Gehen hilft uns geistig auf die Sprünge. Interview mit Hirnforscher Gerd Kempermann
    Wanderforschung: Breitbandtherapeutikum Wandern
  7. S. O'Mara, 2019: In praise of walking. The new science of how we walkl and why it's good for us. London: Bodley Head.

Autorin

Dr. Julia Bayer

Dr. Julia Bayer ist Co-Founder, Prozessbegleiterin und WanderCoach bei MovingMountains. Sie begleitet Teams in Entwicklung zu Purpose, Transformation, Leadership und NewWork.
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