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01. Dezember 2015

Studie Digitale Agenda 2020 veröffentlicht - Öffentliche Hand unterschätzt digitale Revolution

Die öffentliche Verwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschätzt die digitale Revolution. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie "Digitale Agenda 2020", die anhand einer Befragung von Unternehmen von der Computer Sciences Corporation (CSC) durchgeführt wurde. Dazu wurden 500 Unternehmensentscheider zwischen August und September 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

41 Prozent der Firmenentscheider aus der DACH-Region bezweifeln, dass sich die Behörden bereits ein realistisches Bild vom digitalen Handlungsbedarf im eigenen Hause gemacht haben. Aus- und Weiterbildungslücken der Behörden (36 Prozent), ungelöste Finanzierungsfragen (28 Prozent) und fehlende Ansprechpersonen als Schnittstelle zu externen Partnern (26 Prozent) werden von der Wirtschaft als größte Stolpersteine der digitalen Verwaltungstransformation genannt.

"Auf dem Weg zur digitalen Transformation ist eine klar definierte Strategie der Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg", sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. "Im Fokus der digitalen Verwaltungsmodernisierung sollte dabei zunächst stehen, das Zusammenspiel zwischen Behördenentscheidern und externen Partnern abzustimmen. Denn ohne ein professionelles Organisationsmanagement wird die digitale Transformation auf der Strecke bleiben."

Aus Unternehmersicht steht die Rekrutierung von Fachpersonal an erster Stelle der wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Hand. 35 Prozent halten eigene Digitalisierungs-Spezialisten in den Behörden für wichtig. 34 Prozent plädieren dafür, die Aus- und Weiterbildung auf Digitalisierungsprojekte auszurichten. Gleichzeitig sollte die organisatorische Planung gestärkt werden. Ein Großteil der Unternehmensentscheider ist der Meinung, die Verwaltung müsse vorrangig die Zuständigkeitsfrage klären - ob also der Bund, das Land oder die Gemeinde für digitale Transformationsaufgaben verantwortlich zeichnet. Ist die Zuständigkeit geklärt, wünschen sich die Wirtschaftsvertreter einen verantwortlichen Entscheidungsträger, der die Fäden öffentlicher Digitalisierungsprojekte in den Händen hält (31 Prozent). Die Forderung nach Rekrutierung von eigenem Fachpersonal in den Behörden wird am dringlichsten von den Telekommunikations- und IT-Dienstleister gefordert.

"Mit dem Regierungsprogramm 'Digitale Verwaltung 2020' und dem E-Government-Gesetz hat die deutsche Bundesregierung wichtige Weichen für die Verwaltungsmodernisierung gestellt", sagt Claus Schünemann. "Um jedoch die digitale Verwaltungsmodernisierung zügig umzusetzen wird das praktische Expertenwissen aus der Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielen".

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier >>

HH

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