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28. Februar 2017

Bereits jedes dritte Unternehmen entwickelt eigene Software

Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) in Deutschland entwickelt eigene Software - unter den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sogar 64 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 503 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. "Software ist die Basis nahezu sämtlicher betrieblicher Abläufe und die Grundlage neuer, digitaler Geschäftsmodelle", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Dabei können Cloud-Anwendungen, Standard-Software oder auch Individual-Software zum Einsatz kommen. Selbst so genannte Embedded Systems können zugekauft werden – man muss nicht alles selbst machen." Jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) gibt an, infolge der Digitalisierung zukünftig noch mehr eigene Software entwickeln zu wollen. Unter den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es 41 Prozent. "Ob es um interaktive Funktionen von Websites, die Eröffnung eines Online-Shops oder moderne Datenanalysen in der Produktion geht: Überall braucht man Software", sagt Rohleder. So müsste in den Unternehmen neben der Entwicklung neuer Anwendungen die Standard-Software an den individuellen Bedarf angepasst werden.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) in Deutschland Software-Entwickler beschäftigt. Weiter gaben 15 Prozent der Befragten an, infolge der Digitalisierung zusätzliche Software-Spezialisten einstellen zu wollen. Bitkom hält es einerseits für wichtig, eigene Software-Kompetenz im Unternehmen vorzuhalten. Darüber hinaus sollten Unternehmen auch auf externe Ressourcen für die Software-Entwicklung zugreifen können. "Kooperationen mit Software-Anbietern, IT-Dienstleistern oder selbständigen Programmierern ermöglichen es, den jeweiligen Bedarf zu decken", so Rohleder. Neben der Programmierung und Pflege von Software, sollte auch ein tieferes Verständnis für digitale Technologien entwickelt werden. Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz, bei der Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen mit Big Data Methoden, bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge oder im 3D-Druck beruhen zu großen Teilen auf Software. "Digitalkompetenz ist auch Software-Kompetenz", betont Rohleder.

Hinweis zur Methodik:
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage der Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dabei wurden 503 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. 

LB

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