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02. Oktober 2018

Pivotal-Studie: Deutsche Unternehmen oft Spitzenreiter

Das Software-Unternehmen Pivotal veröffentlicht eine Studie zur Softwareentwicklung weltweit. Fünf Branchen aus sechs Ländern wurden dabei in ihrer Fähigkeit bewertet, Software zu entwickeln. Deutschland klettert in vielen Kategorien an die Rangspitze.

Das Software- und Dienstleitungsunternehmen Pivotal beleuchtet in der neuen "Built to Adapt Benchmark"-Studie, wie fähig Firmen sind, Software zu entwickeln, die sowohl die Innovationsfähigkeit als auch den Wert des jeweiligen Unternehmens steigert. Zu den untersuchten Ländern gehören die USA, Australien, Japan, Großbritannien, Singapur und Deutschland. Die fünf untersuchten Branchen, die in die Untersuchung mit einflossen, waren: Automotive, Retail, Banken, Versicherungen und Telekommunikation. Fünf Kriterien untersuchten die Experten jeweils: Geschwindigkeit, Stabilität, Skalierbarkeit, Sicherheit und die Kosteneffizienz. Befragt wurden 1.659 Executives in unterschiedlichen Rollen, darunter CIOs, CTOs, CDOs, CISOs sowie Leiter der Softwareentwicklung. Sie wurden zu den von ihnen verwendeten Methoden bei der Softwareentwicklung befragt, wobei die Bewertungsskala von 1 (ineffizient) bis 10 (beste Methoden) reicht.

Was macht gute Softwareentwicklung aus?

Laut der Studie gibt es fünf Kernelemente, an denen die Leistungsfähigkeit einer Softwareentwicklung gemessen werden kann: Geschwindigkeit, Stabilität, Skalierbarkeit, Sicherheit und Kostenflexibilität.

Geschwindigkeit: Pivotal untersuchte hierbei die Reaktionsfähigkeit etwa beim Einholen von Kundenfeedback. 43 Prozent der deutschen Softwareteams holten innerhalb eines Tages Feedback zu ihren Entwicklungsfortschritten von Anwendern ein. Mit diesem Ergebnis landeten sie auf Platz zwei, direkt hinter ihren amerikanischen Kollegen (52 Prozent). Über dem internationalen Durchschnitt liegen deutsche Entwickler, wenn es darum geht, geschäftskritische Anwendungen möglichst schnell nach der Entwicklung in den produktiven Betrieb einzuführen. Dies geschieht meist innerhalb eines Tages, hingegen dauert es im globalen Vergleich rund 7,3 Tage. Zudem werden kundenorientierte Features schnell integriert: die Möglichkeit von Kreditkartenzahlungen mit biometrischer Authentifizierung zum Beispiel kostete deutsche Betriebe 4,8 Tage. Im weltweiten Durchschnitt dauert das doppelt so lange. Zudem ergab die Studie, dass die deutschen Unternehmen auch am häufigsten neuen Code bereitstellen. 72 Prozent der befragten Unternehmen schaffen das nach den Ergebnissen dieser Studie mindestens einmal täglich. Die deutschen Firmen aus dem Bereich Telekommunikation stechen hier besonders hervor. 82 Prozent gaben an, sie stellten mindestens einmal Tag neue Software bereit.

Stabilität: Technische Verzögerungen aufgrund von Fehlern bei neuen Releases oder Updates wurden in punkto Stabilität beurteilt. In deutschen Unternehmen treten solche Störungen in 19 Prozent aller Fälle ein, international bei 20 Prozent. Nur die Branchen Telekommunikation (17 Prozent) und Handel (15 Prozent) schneiden überdurchschnittlich gut ab.

Skalierbarkeit: Die Studie befasst sich in erster Linie mit einer skalierbaren Infrastruktur und den aktuellen Zustand bei Cloud-Adaptionen. Dabei lässt sich feststellen, dass Deutschland die geringste Verbreitung von Cloud-Infrastrukturen in allen untersuchten Ländern hat. Nur 31 Prozent der Anwendungen befinden sich in der Cloud (verglichen mit 45 Prozent in den USA). Besonders auffällig: Der deutsche Einzelhandel. Dort werden weniger als ein Viertel der Anwendungen in der Cloud betrieben. In den USA sind es mehr als doppelt so viele (54 Prozent).

Sicherheit: In Sachen Sicherheit ist Deutschland an der Spitze des Rankings. Nur zwölf Prozent der befragten Teilnehmer berichteten im vergangenen Jahr von mehr als elf Verzögerungen in der Entwicklung aufgrund von Sicherheitsbedenken. In den USA waren es knapp drei Mal so viele mit 33 Prozent.

Kostenflexibilität: In Bezug auf die Kosten wurde die Menge der Softwarelösungen pro Entwickler, das Mengenverhältnis von Devs- und Ops-Personal, die Relation zwischen der Neuentwicklung und der Wartung/Reparatur von Software oder auch die Budgetflexibilität untersucht. Gerade im Bereich der Budgetflexibilität sind deutsche Unternehmen Vorreiter: 23 Prozent der Befragten bezeichnen ihre IT-Budgets als "hochflexibel". Weltweit lag dort der Durchschnitt bei 19 Prozent, das Schlusslicht bildete die USA mit 16 Prozent. Des Weiteren arbeiten deutsche Developer an mehreren Anwendungen parallel und verbringen 37 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Schreiben von Code für neue Produkte und Funktionen. Die restliche Arbeitszeit entfällt auf die Wartung und Verbesserung des alten Codes. Internationale Entwickler verbringen 35 Prozent ihrer Zeit mit neuem Code.

Die komplette Studie von Pivotal finden Sie hier.

LG

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