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17. Juni 2014

AnyDesk: Neues Werkzeug zur Remote-Administration

Einige Mitarbeiter von TeamViewer haben das Unternehmen verlassen und ein eigenes gegründet. AnyDesk heißt ihre neue Software. Sie soll weniger Netzwerkressourcen, geringere Latenzzeiten und weniger Bandbreite benötigen. Aktuell gibt es AnyDesk nur für Windows. Portierungen für Linux, Mac OS und iPad sollen folgen.

Teamviewer - der Platzhirsch unter den Remote-Desktop-Lösungen - glänzt vor allem durch seine einfache Bedienung. Firewalls lassen sich damit leicht umgehen, Freischaltungen von IP-Adressen und Ports sind nicht erforderlich. Das Unternehmen aus Göppingen konnte sich mit seiner Lösung weitgehend etablieren. Doch drei ehemalige Mitarbeiter sind ausgestiegen und gehen nun eigene Wege.

Ihre Software AnyDesk ist eine neue Anwendung mit Remote-Desktop-Funktion. Die erste Beta-Version ist nun erschienen. Die Bedienung soll einfach sein, der eines aktuellen Browsers gleichen. Für die Verbindung wird eine Benutzer-ID verwendet, die alphanumerisch ist.

AnyDesk verwendet für den Transfer eine eigene Komprimierung. Die meisten bestehenden Lösungen greifen an dieser Stelle auf Algorithmen zurück, die auf Bilder zugeschnitten sind. AnyDesk verwendet stattdessen ein neues Verfahren, das die Farbinformationen von Benutzeroberflächen komprimiert. Die Darstellungen sollen schärfer sein. Zusätzlich wird der Monitor-Inhalt analysiert, um dann nur Teile zu übertragen, die sich verändert haben. Das spart Bandbreite und Übertragungszeiten.

Aktuell gibt es AnyDesk nur für Windows. Es sollen aber Portierungen auf Linux und Mac folgen. Der Release-Termin ist noch nicht bekannt. Die Software soll für Privatanwender kostenfrei sein, für Unternehmen je nach Version – Lite oder Professional – zwischen 60 und 180 Euro im Jahr kosten.

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