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28. August 2019

Freelancer-Kompass 2019: Was Freelancer jetzt beachten sollten

Freelancing im IT- und Engineeringbereich wird immer beliebter, das zeigt der Freelancer-Kompass 2019. Welche Programmiersprachen wichtig sind, um sich in der Branche behaupten zu können und was sich in der Politik ändern muss, um bessere Rahmenbedingungen für Selbstständige zu schaffen, erfahren sie hier.

Die guten Nachrichten zuerst: Der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern erhöht sich, im Vergleich zum Vorjahr, um 2,84 Euro pro Stunde und liegt nun bei 93,89 Euro. Dennoch erhalten Männer durchschnittlich einen Stundensatz von 94,66 Euro, Frauen liegen bei etwa 87,63 Euro. Damit schrumpft die Gender Pay Gap zwar um acht Prozent (62 Cent), allerdings ist sie immer noch vorhanden.

Programmiersprachen mit Zukunftsaussicht

Laut des Freelancer-Kompasses, der jedes Jahr von freelancermap erstellt wird, sehen Branchenexperten einen großen Trend zu JavaScript (16 Prozent), Java (11 Prozent) und Python (10 Prozent). In den Sprachen Perl und Ruby (je 0,52 Prozent) sehen Freelancer wenig Zukunftspotential. Trends, in denen Experten wichtige Chancen sehen, sind Künstliche Intelligenz, Internet of Things und IT-Sicherheit. Randthemen bleiben Drohnen und Quantencomputer.

Was muss sich für Freelancer politisch ändern?

Für mehr als die Hälfte der befragten Freelancer steht fest: Freelancing wird in der Politik wenig bis sehr wenig respektiert. Sie fordern eine Abschaffung der Scheinselbständigkeit (57 Prozent), die Reduzierung bürokratischer Hürden (54 Prozent), die Senkung der gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträge sowie die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (je 35 Prozent). Das Statusfeststellungsverfahren wir ebenfalls kritisiert. Ein Entgegenkommen der Politik würde eventuell auch dem derzeitigen Fachkräftemangel entgegenwirken. "Freelancing ist längst keine Nische mehr: Erfahrene Experten oder auch Neueinsteiger sollten die Herausforderung 'Selbstständigkeit' jetzt annehmen und das Privat- sowie Berufsleben neu für sich entdecken", appelliert Thomas Maas, CEO freelancermap.

Trend zur Selbstvermarktung

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Personalvermittlerin ist mehr als die Hälfte der Freelancer zufrieden bis sehr zufrieden. Auffällig ist auch, dass sich ein neuer Trend hin zur Selbstvermarktung erschließt. Eine eigene Webseite, Profile bei diversen Social Business Networks und branchenspezifischen Plattformen, gehören oftmals zur "Standardausstattung" dazu.

Wie Freelancer Altersvorsorge möglich machen

Im Alter abgesichert sein – eine, nicht nur für Freelancer, bekannte Situation. Um in der Rente nicht mit Sorgen konfrontiert zu werden, zahlen 50 Prozent der befragten Freelancer in die private Rentenversicherung ein, 57 Prozent nutzen die gesetzliche. Weitere 40 Prozent investieren bereits in Wertpapiere oder eine eigene Lebensversicherung (37 Prozent). Durchschnittlich legen Freelancer 1.011,25 Euro im Monat für die Altersvorsorge zurück. Bei unter 30-jährigen ist es nur knapp die Hälfte (587,46 Euro). In der Alterspanne zwischen 50-59 Jahren legen die Selbständigen am meisten (1.114,88 Euro) für ihre Altersvorsorge zurück. Das durchschnittliche Rentenalter liegt derzeit bei knapp 65 Jahren.

LG

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