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07. November 2019

Eintracht Frankfurt – Erster Bundesligist gründet Digitalzentrum

Eintracht Frankfurt gründet als erster Bundesligaverein eine "Arena of IoT" und geht damit den ersten Schritt in Richtung Digitalisierung. Dabei werden einige Änderungen auf die Eintracht zukommen.

Vergangene Woche wurde klar: Die Eintracht Frankfurt Fußball AG und die Stadt Frankfurt am Main haben sich bezüglich der Nutzung der Commerzbank-Arena geeinigt. Das Waldstadion soll auf 60.000 Plätze ausgebaut werden. Außerdem erhält der Bundesligist ab Mitte 2020 das uneingeschränkte Recht zur Nutzung des Stadions. Jetzt legt der Verein mit einer weiteren Neuigkeit nach. Unter dem Namen "Arena of IoT" gründet Eintracht Frankfurt das erste Digitalzentrum, in dem "gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung digitale Industriemodelle aus den Bereichen Smart Building, Facility Management, Energiemanagement, Logistik und Mobility für die Anwendung im Markt entwickelt werden sollen". Im Klartext soll eine Art Forschungslabor für eine zunehmende digitale Vernetzung zwischen intelligenten Gegenständen sowohl untereinander als auch mit dem Internet entstehen. Dabei sollen verschiedene Prozesse automatisiert werden.

Stadionabläufe vereinfachen

Laut Axel Hellmann, Finanzvorstand der Frankfurter Eintracht, sei "das Stadion dabei der ideale Ort, um zukunftsfähige digitale Industriemodelle für die Anwendung im Markt zu erproben. An keinem anderen Ort in Hessen kommen in regelmäßiger Häufung so viele Menschen auf einer begrenzten Fläche zu einem bestimmten Zeitpunkt bei Spielen der Eintracht oder bei Konzerten zusammen, wie in der Commerzbank-Arena". In der Praxis bedeutet das, wie die Frankfurter Rundschau berichtet, z. B., dass Fans zukünftig mit ihren Smartphones den Trikotkauf vor dem Spiel oder das Bier in der Pause vorbestellen können. Um den digitalen Wandel zu meistern, soll zudem Personal eingestellt und neue Räumlichkeiten geschaffen werden.

Deal mit der Stadt

Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt ist der Deal erst möglich geworden. Die Einigung aus der vergangenen Woche spielt dabei eine wesentliche Rolle. Spätestens zur Saison 2023/24 sollen anstatt der bisherigen 51.500 Zuschauer, rund 60.000 Fans ihren Platz im Stadion finden. Unter der Abmachung, dass die Eintracht 30 Millionen Euro in den digitalen Ausbau der Arena steckt, will die Stadt die gleiche Summe in den Ausbau investieren. Vertraglich soll das diese Woche besiegelt werden, bislang ist die Einigung nur in einer Absichtserklärung festgehalten. Wie genau der Vertrag aussehen soll, ist von beiden Seiten zurückhaltend kommentiert worden. Laut Frankfurter Rundschau sind jedoch einige Details schon bekannt. Denn die Stadt möchte zunächst nicht 30 Millionen Euro, sondern etwa nur 10 Millionen in den Stadionausbau stecken. Wie viel Geld also schlussendlich in die Digitalisierung gesteckt werden soll, steht daher noch nicht fest.

LG

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